o.T. (wos kost di wöld)
untitled (wos kost di wöld)

Graz,Aichdorf 2009

With this wintry series of photographs the artist duo has captured the omnipresent idea of marketing with images. Trunks of trees and people, or even the course of a river have been covered with orange price labels in an exemplary way. What is usually invisible is coming to light now: Each and every square centimetre – also of the natural world – corresponds to a marketable value according to the logic of the prevailing economic system. This development hasn’t even stopped at parts of the human body.



















second part of the project:

o.T. (wos kost di wöld)
untitled (wos kost di wöld)

Feldkirch 2009

Konsum als Bürgerpflicht zu verstehen, ja sogar ohne Widerstand zu akzeptieren, geht auf einen kurzen aber intensiven Umerziehungsprozess zurück. Die allerorts vorherrschende Sparmentalität musste sich in einen Kreditkapitalismus verändern.




Der nun am Ende steht? Wohl kaum - nur ein kleiner Bremser in einem paradigmatisch weltumspannendem System. Die Umerziehungslager (Einkaufszentren) verrichten weiter ihre Arbeit und allem auf der Welt wurde ein Preisschild umgehängt. Weder wurde dabei auf die Natur noch dem Menschen als Körper (Organhandel etc.) vergessen. Die Visualisierung dieses Zustandes ist Aufgabe des Projektes. Dabei agiert der Preissticker als symbolisches Zeichen für die Verwertbarkeit von alles und jedem. Den die Zuweisung eines Preis nimmt nirgends halt. Der neonfarbene Preissticker als Ikone der Konsumgesellschaft!




In der Masse auftretend werden die optischen Qualitäten des Elements Sticker deutlich, bewirken sie doch eine Abstrahierung der überzogenen Landschaft, erzeugen ein impressionistisch aufgelöstes Bild. Einzig die Farben stimmen nicht, es handelt sich um keine zurückgenommene Stimmung. Das neonorange deutet eher darauf hin, dass etwas hervorgehoben werden soll.
Was nichts kostet, ist nichts wert? Was kostet die Natur? Und ist sie uns deshalb so wertlos, weil wir nie für sie bezahlen mussten. Weil sie selbstverständlich da ist und alles über sich ergehen lässt?
Wie eine Krankheit, ein ansteckender Ausschlag überziehen die Preissticker die Stadt, den Park und schließlich die Poolbar eine Auflösung des Werts, durch die Zuweisung eines Preises.






















exhibition view at Kunstverein weisses Haus, Vienna





press/blogs/books:

Land of Human Rights - Artistic Analyses and Visions of the Human Rights Situation in Europe, ISBN: 978-3-86895-028-1 [editor: Anton Lederer, Magarethe Makovec]

Blog: Rebelart vom 6.August 2010
http://www.rebelart.net/diary/update-zweintopf/006030/

TheGap, Ausgabe 098, Artikel "Ein Sticker verändert die Welt"

FM4- online, 4.7.2009 Pack die Badehose ein

Standard, 28.05.2009, "Poolbar-Kunstwettbewerb: Zweintopf und Helene van Duijne siegreich"

korso Februar 09, Artikel "Für Ressourcen verantwortlich sein" (Ausstellungskritik Land of Human Rights)

Falter 6/09 Artikel "wos kost di wöld" (Ausstellungskritik Land of Human Rights)