noneventeventmonument V (bag of bones)
MS Dockville, Hamburg 2011
24 Partyzelte ohne Haut, Sockel aus HT Rohre DN 100

Mit der Wahl des Kreuzgangs als Architekturmotiv wird auf dem ebenfalls unendlichen Grundriss eine temporäre Skizze der permanenten Steinarchitektur entgegengesetzt. Das Gerippe wirkt als Andeutung. Mehr Möglichkeitsform als tatsächlicher umbauter Raum.
Hinterfragt wird dabei die Zeichenhaftigkeit, die der Architektur als Tugend zugeschrieben wird. Auch hier also: „Was bleibt?“. Was bleibt, wenn man die Architektur auf eine gebaute Umrisslinie reduziert. Gewinnt sie genau so viel an Zeichenhaftigkeit, wie sie an Funktion verliert?
Unsere Arbeitsweise bedeutet, nicht neue Dinge zu erfinden. Vielmehr identisch produzierte Dinge im Alltag aufzugreifen und sie über die Masse zu einer neuen Ästhetik finden zu lassen. Eine Ästhetik, die sich bei (a bag of bones) besonders in den Unzulänglichkeiten eines Einwegprodukts manifestiert. Was bleibt zurück vom Idealbild auf der Packung eines wohl zu billig produzierten Konsumgegenstandes?




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